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Praxisbeispiele - wie sich Unternehmen entscheiden

In unseren Projekten und Beratungsgesprächen hatten wir mit Unternehmen unterschiedlicher Typen und Größen zu tun. Die Beispiele geben einige unserer Erfahrungen wieder. Sie machen deutlich, welche Strategien zum Erfolg führen und welche diesem entgegen stehen. In den Negativbeispielen bleiben die Unternehmen anonym.

 Maximales Outsourcing 
Der Lenninger Apotheker Andreas Herbster wollte 2004 die 300.000 medizinische Artikel zusätzlich über das Internet vertreiben. Er hatte für das Projekt aufgrund seiner Auslastung in der stationären Apotheke nur sehr wenig Zeit. So wollte sich bezüglich der Konzeption, Technologie und Betreuung auf einen Dienstleister weitgehend verlassen. Mit einem Shop bei einem Provider oder der gängigen Anbietern von Apothekenshops ist eine solche Vorgehensweise und eine so intensive Betreuung nicht möglich gewesen.

Heute unterscheidet sich APO4LESS von den meisten Internetapotheken durch eine sehr übersichtliche Produktpräsentation, ein angenehmeres Design als bei vielen Standardshops und ein individuelles, in alle Vorgänge integriertes Bonussystem.

 Do it yourself 
Ein etablierter Anbieter von Artikeln für Outdoor-Aktivitäten mit mehreren Filialen in Deutschland und über 60 Mitarbeitern wollte Anfang 2004 seine Website umgestalten und einen Webshop anbieten. Im ersten Gespräch stellte sich heraus, dass der Geschäftsführer dem Onlinevertrieb keine Bedeutung beimaß und auch keine Zukunft gab. Grund: Die bisherigen Bestellzahlen in einem sehr amateurhaften lieblos gestalteten Online-Shop waren sehr enttäuschend. Um Investitionen in diesem "unrentablen" Feld gering zu halten, wollte man ein kostenloses Produkt einsetzen und den Shop selber konzipieren und gestalten. Unsere Erfahrung zeigt, dass solchen Unternehmen nicht geholfen werden kann.

2005 war der neue Shop immer noch nicht online. Das kommt bei Lösungen in Eigenregie häufig vor, da das Offlinegeschäft verständlicherweise Vorrang hat. Mittlerweile wurde eine neuer Online-Store veröffentlicht. Das Unternehmen besaß keine Erfahrung im Bereich E-Commerce, daher haben wir einen Auftritt mit einigen Fehlern erwartet. Das Ergebnis ist jedoch so schlecht, dass es in fast allen belangen ein Negativbeispiel darstellt. Der neue Shop ist schlicht ungeeignet, um darin einzukaufen: Lieblose Darstellung, falscher Aufbau der Inhalte, mangelhafte Navigation, unübersichtliche Präsentation der Artikel und unbrauchbare Abbildungen. Den Bestellprozess haben wir nicht untersucht. Bereits zu Beginn desselben begeht der Händler einen der größten Fauxpas: Das Bestellen ist nur möglich, wenn man vorher ein größeres Formular ausfüllt und damit ein Benutzerkonto samt Passwort anlegt. Um das zu toppen, unterstützt der Shop bei der Übertragung der persönlichen Daten keine Verschlüsselung.

Stellen wir uns vor, wir führten heute abermals ein Beratungsgespräch mit dem Geschäftsführer. Es wäre zu erwarten, dass sich dieser in seiner Prognose auch noch bestätigt fühlt: Der Shop generiert weiterhin sehr wenige Bestellungen; Es war somit richtig, nur wenig in die Anwendung zu investieren. Der Konkurrenz mag es recht sein. Wenn das Unternehmen in 2 oder 3 Jahren das Projekt doch noch professionell angeht, wird es den bis dahin entstandenen Image-Schaden auf Jahre nicht mehr wettmachen können und die verlorenen Online-Marktanteile sind für immer verloren.

Fazit
Die Entscheidung für einen Dienstleister gewährleistet in der Regel ein gutes Ergebnis und beschleunigt das Vorhaben. Sie sorgt ebenfalls für Entlastung. Sie muss jedoch sehr sorgfältig überlegt werden. Es ist unbedingt ein Partner mit Kernfokus E-Commerce zu wählen. Bei einer Durchführung in Eigenregie ist Kompetenz in eigenen Reihen oder eine externe Beratung ein Muss. Andernfalls ist die Gefahr, dass das Projekt eine Fehlinvestition wird, recht hoch. Ein Imageschaden ist wahrscheinlich.

Zwei unterschiedliche Investitionsstrategien der Abschnitt Praxisbeispiele 2.



Ihr Ansprechpartner

Christoph Marowsky
eCCOMES GmbH
Reinsburgstr. 4
D-70178 Stuttgart

Telefon: +49 (0)711 888 328 - 28
Fax: +49 (0)711 615 163 - 9
E-Mail: christoph.marowsky@eCCOMES.de
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